Schwerpunkt Seniorenarbeit

In der Stadt kümmerte sich damals kein Verein um die ältere Generation. Niemand sprach damals von Senioren. Deshalb wurden Ende der 70-er Jahre, unter der Regie der AWO, Altennachmittage eingeführt. Diese hatten großen Zuspruch.

Die 'Alten' drängten dann darauf, dass ihre Zusammenkünfte zu einer regelmäßigen Einrichtung wurde. So kam es 1981 zur Gründung des ersten AWO-Altenclubs, der sich später in 'Seniorenclub' umbenannte.

Die ersten AWO-Altenclub-Leiter waren Irene und Karl Schulmeyer. Unter ihnen blühte das Clubleben auf. Man führte ein mehrbändiges Foto-Protokoll-Album, eine stets gut gefüllte Clubkasse und man hatte eine eigene kleine technische Abteilung, die sich z.B. um die Musik- und Lautsprecheranlagen bei Veranstaltungen kümmerte. Es wurden Altennachmittage veranstaltet, in denen - ausweislich des Gästebuches - auch hochkarätige Bundes- und Landespolitiker (z.B. Hermann Schmitt-Vockenhausen) zu Gast waren.

Für Weihnachtsbasare wurde gebastelt, Altenausflüge mit mehr als 100 Teilnehmern durchgeführt. An Silvester feierten die Jüngeren im Bürgerhaus und die Alten bei der AWO im Bauhof. Endlich war für die Alten ein Angebot da und es wurde reichlich genutzt.

Man kannte sich noch von schlimmen Notzeiten her, hatte gemeinsam die Nazi-Zeit und die bittere Arbeitslosigkeit in den Weltkrieg-II-Nachkriegsjahren durchgestanden. Jetzt konnte man denen, die nach dem Krieg Trümmer weggeräumt und Neues aufgebaut hatten, die verloren gegangenen Freuden am Leben zurückgeben. 

Als sich am 01.01.1977 die zuvor selbstständigen Städte Mörfelden und Walldorf zur Doppelstadt Mörfelden-Walldorf zusammenschlossen, wurden die Aktivitäten der AWO zusammen gefasst und neu aktiviert. 1987 wohnten wieder ca. 100 Mitglieder der AWO im Stadtteil Walldorf.