Der Ortsverein und das Altenhilfezentrum

Schon in den frühen 70-er Jahren konnte man feststellen, dass es zunehmend mehr Menschen im fortgeschrittenen Alter gibt, die nicht mehr in den Familien versorgt werden können, oder die gar keine Familie mehr haben. Die AWO gehörte zu denen, die die Einrichtung eines Altenwohnheimes forderten. Schließlich beschloss das Stadtparlament den Bau eines Alten- und Pflegeheimes. Die Parteien wetteiferten dabei, das Haus komfortabel einzurichten. Es sollte ein Vorzeigeobjekt allererster Qualität und Güte werden. Dabei wurde manches Wünschenswerte realisiert, was später einen wirtschaftlichen Betrieb des Hauses erschwerte.

Das Haus wurde 1989 errichtet und am 1. April 1991 der Johanna-Kirchner-Stiftung des AWO-Kreisverbandes Frankfurt/Main zum Betrieb eines Altenhilfezentrums übergeben. Der AWO-Ortsverein ist von Anbeginn dem Hause verbunden, kooperiert seit der Betriebsaufnahme mit der Heimleitung und hilft bei größeren Veranstaltungen tatkräftig mit. Nachdem die Johanna-Kirchner-Stiftung zum 1. Juli 2015 aus dem Pachtverhältnis ausgeschieden ist, pflegt unser Ortsverein weiterhin gute Kontakte zur neuen Betreiberin des Hauses, der Arche Noris gGmbH und deren engagierte Zentrumsleiterin, Frau Birgit Koßidowski.

Die Bedürfnisse der immer älter werdenden Menschen haben sich inzwischen gravierend gewandelt. Alte Menschen verbleiben so lange wie möglich in ihrem häuslichen Umfeld und nutzen primär ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Erst wenn der Pflegebedarf die häuslichen bzw. ambulanten Möglichkeiten übersteigt, wird der Einzug in stationäre Einrichtungen in Erwägung gezogen. Somit hat sich auch das Klientel der Bewohnerinnen und Bewohner stark verändert. Waren zu Beginn der Inbetriebnahme noch eine erhebliche Anzahl von Senioren in den untersten Pflegestufen zu finden, erfordert die heutige Bewohnerschaft größtenteils erheblichen Pflegebedarf. Auch die zunehmende Anzahl altersdementer Personen erfordert eine Anpassung der Strukturen des Hauses. Ein in Planung befindlicher Pflegebereich für Demenzkranke soll dieser Entwicklung Rechnung tragen.